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Projekt: Bleicherstraße

92 m² im 13. Stock mit einem Blick, für den andere in den Urlaub fahren.

Dieses Projekt zeigt, was passiert, wenn man eine klassische Hochhauswohnung aus den 70ern konsequent auf gehobenes Niveau bringt:

Durch einen gezielten Eingriff in den Grundriss wurden aus zwei Schlafzimmern drei.
Eichenparkett, skandinavisches Designkonzept, eine industrielle Lofttüre, ein komplett neugestaltetes Bad mit Echtholz-Waschtisch und ein durchdachtes LED-Beleuchtungskonzept. Zwei Balkone, Alpenblick, 13. Stock. Mehr geht nicht.

Die Ausgangslange

Ein Projekt, das uns über einen Makler von den Erben vermittelt wurde. Die Wohnung war komplett zugestellt, jeder Raum voll, kaum ein Durchkommen. In dem Zustand einen Käufer zu finden war für die Erben nahezu unmöglich. Für uns war es genau das Richtige.

Baujahr 70er, 13. Stock, veraltete Böden, alte Heizkörper, Rohrleitungen am Limit und ein Bad, das seinen Zenit lange überschritten hatte. Aber: zwei Balkone, freier Blick auf die Alpen und ein solider Grundriss. Das Potenzial war da, nur eben hinter Möbelbergen und dreißig Jahren Stillstand versteckt. Immerhin: Einige Glasvasen und eine beachtliche Heino-Schallplattensammlung konnten gerettet werden.

Die Idee & Herausforderungen

Der Grundriss wurde nicht einfach übernommen, sondern gezielt optimiert. Aus dem unpraktischen Durchgangszimmer und dem überdimensionierten Flur haben wir durch einen geschickten, schräg geführten Flur ein drittes vollwertiges Schlafzimmer mit deutlich über 10 m² geschaffen.

Eine große schwarze Lofttüre als industrieller Raumteiler trennt den Wohnbereich vom Rest der Wohnung und schafft gleichzeitig Offenheit.

 

Im Bad wollten wir weg von Standard: Ein maßgefertigter Waschtisch-Unterschrank aus echter Eiche, großformatige Fliesen und indirekte Beleuchtung. 
 

Die technische Herausforderung: Sämtliche Rohrleitungen und Heizkörper mussten komplett erneuert werden. In einem 13. Stock kein Selbstläufer. Selbst die Hausverwaltung hat die Chance genutzt und auch einige Arbeiten an den Strängen erledigt. 

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Die Ausführung

Zuerst musste die Wohnung komplett leergeräumt werden. Was sich über Jahrzehnte angesammelt hatte, füllte am Ende mehrere Transporter. Danach ging es an die Substanz: Alle Bodenbeläge raus, die dreifach tapezierten Wände abgetragen, sämtliche alten Heizkörper und Rohrleitungen demontiert. Was übrig blieb, war eine nackte Wohnung im 13. Stock.

Die komplette Elektrik wurde neu verlegt, alle Sanitärleitungen erneuert und die Wände sauber verputzt und gespachtelt, bevor es an den Aufbau ging. Die neue Raumaufteilung mit dem schräg geführten Flur wurde in Trockenbau umgesetzt, um das dritte Schlafzimmer zu realisieren. Der Estrich wurde ausgeglichen, um das Parkett sauber und bündig verlegen zu können.
 

Wer schon mal Material in den 13. Stock geschafft hat, weiß: Jede Fliese, jede Parkettdiele und jeder Heizkörper fährt Aufzug. Das macht die Logistik auf der Baustelle zu einer eigenen Disziplin.

Die Renovierung

Der neue Grundriss wurde mit Ytong-Steinen gemauert. Die Hausverwaltung hat im gleichen Zug ihren eigenen Sanitärmeister geschickt, um die Heizentlüftung nach draußen auf den Flur zu verlegen. Ursprünglich wollten wir die Wand im Wohnzimmer stehen lassen, die vorher die Küche eingegrenzt hat. Aber durch den verschobenen Eingangsbereich wurde das Esszimmer komprimiert und die Küche wäre zu klein geworden. Also haben wir uns nachträglich entschlossen, die Wand auch noch einzureißen. Im Rückblick eine sehr gute Entscheidung.
 

Durchgängig Eichenparkett, helle Wände, schwarze Lofttüre vom Schreiner als Raumteiler zwischen Wohnbereich und Schlafräumen. Aus der Badewanne wurde eine ebenerdige Dusche ohne Kanten. Der maßgefertigte Waschtisch-Unterschrank in Eiche.

 

Das Lichtkonzept im Bad: Eine LED-Leiste, die als Fliesenschiene beginnt und in der Decke als Lichtleiste endet. Im WC wurde ein Waschmaschinenanschluss nachgerüstet, der vorher in der Küche lag. Neue Heizkörper in der gesamten Wohnung und auch die Balkone haben neues Leben eingehaucht bekommen.
 

Et voilà.

Vorher und Nachher

Das Projekt wurde selbst vermarktet und bewusst unter Marktwert angeboten. Bei so vielen Parteien in einem Hochhaus können keine Wunschpreise aufgerufen werden. Leben und leben lassen.
Lieber schnell den richtigen Käufer finden als ewig warten.

Bei einem guten Geschäft sollte niemand auf der Strecke bleiben. So gehen wir an alle unsere Projekte ran.

 

Was am Ende steht: 92 m² mit drei Schlafzimmern, Bad, WC und einer riesigen Wohn-Essküche über den Dächern Kemptens. Zwei Balkone, extrem viele Fenster, helle Räume, Tiefgaragenstellplatz und einmal komplett kernsaniert.
 

Gefunden hat sich ein junger Käufer aus der Industrie, der unweit von Kempten für ein weltweit renommiertes Unternehmen tätig ist.

Alle happy und wieder ein gelungenes Projekt in den Homara-Büchern.

 

Wie geht es weiter?

Als Nächstes haben wir eine ehemalige, örtliche Bankfiliale gekauft. Diese wurde komplett renoviert, neu vermietet und erfüllt mittlerweile einen deutlich schöneren Zweck als eine leerstehende alte Bank.

Wir haben noch einiges vor und wir suchen immer!
 

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