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GModG statt GEG: Was das neue Heizungsrecht für Eigentümer im Allgäu ändert

Autorenbild: Julian S.
Julian S.
27. Okt.
2 Min. Lesezeit

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist am 29. Juli 2026 in Kraft getreten. Es löst das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab, das als "Heizungsgesetz" für viel Verunsicherung gesorgt hatte. Für Hausbesitzer in Kempten, Immenstadt, Sonthofen und allen anderen Allgäuer Gemeinden gilt: Der Zwang, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist weggefallen.

Das Gesetz bringt echte Technologiefreiheit zurück. Eigentümer entscheiden wieder selbst, ob sie eine Wärmepumpe, Fernwärme, Biomasse oder eine neue Gas- oder Ölheizung einbauen. Bestehende Heizungen dürfen weiterlaufen, solange sie funktionieren, und können repariert werden.


Was das GModG konkret regelt

Die wichtigsten Änderungen seit dem 29. Juli 2026: Die pauschale 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht für neue Heizungen entfällt. Wer aber eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, muss die sogenannte Bio-Treppe einhalten. Das bedeutet: Ab 2029 müssen 10 Prozent der Wärme aus klimafreundlicheren Brennstoffen stammen, ab 2035 sind es 30 Prozent und ab 2040 bereits 60 Prozent.

Auch die Austauschpflicht für alte Konstanttemperatur-Kessel nach 30 Jahren ist mit dem GModG gestrichen. Die frühere Drohung eines Betriebsverbots für fossile Heizungen ab 2045 gilt nicht mehr. Ab dem 1. Januar 2027 folgen weitere Stufen: dann treten neue Anforderungen an den Energieausweis und die Sanierungspflicht für Nichtwohngebäude in Kraft.

Die staatliche Förderung für klimafreundliche Heizungen läuft weiter. Die Bundesregierung hat die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zum 21. Juli 2026 angepasst. Die förderfähigen Kosten beim Heizungstausch sind auf 28.000 Euro je Wohneinheit begrenzt. Der maximale Fördersatz liegt bei 70 Prozent, für selbst nutzende Eigentümer mit niedrigem Einkommen bis zu 80 Prozent.


Was das für Sanierungen im Allgäu bedeutet

Das alpine Klima im Allgäu stellt besondere Anforderungen an Heizsysteme und Dämmung. Lange Winter und hohe Schneemengen machen eine gute Gebäudehülle wichtiger als anderswo. Experten empfehlen für Bestandshäuser in Regionen wie Immenstadt oder Sonthofen diffusionsoffene Dämmsysteme.

Wer im Allgäu ein Mehrfamilienhaus besitzt und über eine Sanierung nachdenkt, kann sich beim Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) kostenlos beraten lassen. Im Unterallgäu bietet der Landkreis über seine Wärmeoffensive ebenfalls Beratung zu Förderungen an. Homara kauft Mehrfamilienhäuser mit Renovierungsbedarf im Allgäu und übernimmt Sanierung und Aufwertung komplett. Mehr dazu auf unserer Ankaufsseite.

 
 
 

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