Sparkasse Allgäu meldet: Immobilienmarkt dreht, Nachfrage bleibt hoch

Die Sparkasse Allgäu und die LBS Süd haben im Juli 2026 ihren Marktbericht vorgelegt. Das Fazit ist eindeutig: Die Nachfrage nach Wohnimmobilien im Allgäu ist weiterhin hoch, der Bestandsmarkt erholt sich. Zwei Triebfedern stehen dahinter: das eingependelte Zinsniveau und stabilisierte Preise.
Die Zahlen im Überblick
In Kempten, Kaufbeuren sowie den Landkreisen Oberallgäu und Ostallgäu lagen die Transaktionsvolumina über dem Zehnjahresdurchschnitt. Kempten kam auf 297 Millionen Euro, Kaufbeuren auf 288 Millionen Euro, der Oberallgäu auf 586 Millionen Euro und der Ostallgäu auf 503 Millionen Euro.
Die Sparkasse Allgäu vermittelte selbst 227 Objekte mit einem Gesamtumsatz von 74,4 Millionen Euro. Die Bauspardarlehen stiegen um 28 Prozent auf knapp 24 Millionen Euro.
Angelo Picierro, Vorstandsmitglied der Sparkasse Allgäu, sieht weiterhin Chancen auf dem Gebrauchtmarkt: "Das Preisniveau bietet nach wie vor Chancen für Käufer auf dem Gebrauchtmarkt", so Picierro. Wer bei Lage oder Ausstattung Kompromisse eingehe, könne noch kaufen.
Was das für Käufer und Verkäufer bedeutet
Stabile Preise und hohe Nachfrage klingen gut, sind aber nur die halbe Wahrheit. Das Risiko liegt laut Sparkasse im anhaltenden Mangel an Neubauten. Zu wenig neues Angebot trifft auf eine anhaltend hohe Zahl an Suchenden.
Für Käufer heißt das: Wer jetzt kauft, tut das in einem Markt mit stabiler Grundlage, aber ohne den Luxus langer Bedenkzeiten. Sanierungsbedürftige Objekte haben oft einen deutlichen Preisabschlag gegenüber modernisierten Einheiten.
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