Immobilienpreise im Unterallgäu und Ostallgäu: Memmingen und Kaufbeuren legen zu

Der Allgäuer Immobilienmarkt ist 2026 zweigeteilt. Während Kempten bei Eigentumswohnungen leicht nachgibt, zeigen Memmingen und Kaufbeuren eine andere Richtung: stabile Nachfrage und eine moderate Aufwärtstendenz bei den Preisen.
Aktuelle Quadratmeterpreise im Überblick
Im Unterallgäu sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren stabil geblieben und zeigen 2026 wieder eine moderate Aufwärtstendenz. In Memmingen liegen Häuser zwischen 3.200 und 4.500 Euro pro Quadratmeter, Wohnungen zwischen 3.100 und 4.200 Euro. In Kaufbeuren ist der Korridor etwas günstiger: Häuser zwischen 2.800 und 3.800 Euro, Wohnungen zwischen 2.500 und 3.500 Euro pro Quadratmeter.
Immenstadt im Allgäu liegt auf anderem Niveau. Der durchschnittliche Hauspreis beträgt dort 2026 rund 4.894 Euro pro Quadratmeter, der Wohnungspreis rund 4.875 Euro. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Preise kaum verändert. In Kempten liegt der Durchschnitt für Eigentumswohnungen im Oktober 2026 bei rund 4.209 Euro pro Quadratmeter.
Warum Memmingen und Kaufbeuren zulegen
Memmingen profitiert von seiner Lage an der A7 und einem wachsenden Wirtschaftsstandort. Kaufbeuren zieht durch ansässige Industriebetriebe Zuzügler aus dem Umland an. Beide Städte haben im Vergleich zu Kempten oder Immenstadt noch günstigere Einstiegspreise, was die Nachfrage stabil hält.
Bad Wörishofen, ebenfalls im Unterallgäu, zeigt stabile Preise zwischen 3.500 und 4.500 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen. Die Kurortqualität und Bekanntheit des Ortes tragen zur dauerhaften Nachfrage bei.
Für Mehrfamilienhäuser im Allgäu liegen realistische Nettomietrenditen zwischen 2,5 und 4 Prozent. Günstigere Lagen wie Memmingen und Kaufbeuren ermöglichen dabei tendenziell höhere Renditen als Hochpreislagen im Oberallgäu.
Was Käufer und Verkäufer wissen sollten
Der Allgäuer Wohnungsmarkt ist strukturell stabil. Zuzug, der Hochschulstandort Kempten und ein tourismusseitiger Arbeitsmarkt sorgen für geringe Leerstände. Baugenehmigungen sind gleichzeitig rückläufig, Baukosten bleiben hoch und Planungsverfahren dauern lang. Das stützt die Bestandspreise strukturell.
Wer eine Bestandsimmobilie im Allgäu kauft oder verkauft, sollte den Zustand genau prüfen. Unsanierte Objekte verlieren am Markt deutlich an Wert, sanierte erzielen entsprechende Aufschläge.
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